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zu schauen, da sich unser Archiv an Inhaltsangaben ständig erweitert.

Nun wünschen wir dir jedoch viel Erfolg bei der Suche nach der passenden Inhaltsangabe und hoffen, dass du mal wieder vorbei kommst.

Dein Inhaltsangaben.eu – Team!

In einer Inhaltsangabe wird kurz und knapp der Inhalt eines Buches, Filmes oder Textes in
eigenen Worten wiedergegeben.

Wichtig dabei ist dass man die Inhaltsangabe
so weit wie möglich sachlich verfasst und keinerlei
persönliche Meinung einfließen lässt. Dazu
versucht man möglichst die wichtigsten Punkte
einer Geschichte zusammenzufassen und die
nebensächlichen Dinge außen vor zu lassen.
Wenn man eine gute Inhaltsangabe schreiben möchte, gliedert man diese am besten zunächst in Einleitung, Hauptteil und Schluss.

In der Einleitung einer Inhaltsangabe sollten unbedingt der Autor, die Textart und der Titel des Buches oder Filmes erwähnt werden. Dazu gibt man den Lesern einen groben Überblick über den Kernbereich der Geschichte.

Im Hauptteil kommt es darauf an, dass man die wichtigsten Ereignisse der Geschichte in der Inhaltsangabe chronologisch wiedergibt, so dass der Leser die einzelnen Handlungen der Personen nachvollziehen kann.

Im Schlussteil der Inhaltsangabe sollte man darauf Bezug nehmen, was der Autor mit der Geschichte seinen Lesern mitteilen will. Für den Schluss ist es daher besonders wichtig, dass man den Sinn des Buches oder des Films genau verstanden hat.

Interpretation zu “Willkommen und Abschied” von J. W. von Goethe

Bei „Willkommen und Abschied“ handelt es sich um eine Revision eines Gedichts von Johann Wolfgang von Goethe, welches im Jahre 1789 verfasst wurden. Aus literarischer Sicht lässt sich das Werk in die Gattung der Liebeslyrik zuordnen. Der Inhalt des Gedichts dreht sich um zwei Menschen, die innige Gefühle füreinander haben.

Goethe unterteilte das Gedicht in insgesamt 4 Strophen á 8 Verse . Die Erzählform ist aus der Sicht des lyrischen Ichs. Bis auf Strophe 4, Vers 2 hat Goethe bei seinem gesamten Werk auf die Mitvergangenheit – auch Präteritum genannt – gebaut.

Zu Beginn des Reims macht sich das lyrische Ich gerade zu Pferd auf den Weg zu seiner geliebten Person. Zwar scheint sich das Ich in großer Vorfreude befinden, dennoch handelt es sich nicht wirklich um einen entspannten Ritt. Anhand des Anrufs(V.1) und der Anapher (V. 1 / 2) lässt sich deutlich erkennen, dass das lyrische Ich so schnell wie möglich an sein Ziel gelangen möchte und dabei auch durchaus körperliche Beanspruchung in Kauf nimmt. Um diesen Effekt noch zusätzlich zu unterstreichen, entschied sich Johann Wolfgang von Goethe für eine Jambus als Metrum. In den Versen 3 und 4 kommt eine Metapher zum Ausdruck, die den Lesern zeigen soll, dass sich dieser Ausflug zu bereits zu etwas späterer Stunde ereignet. In den nächsten beiden Versen wird dann zum Ausdruck gebracht, dass das lyrische Ich von einem unguten Gefühl geplagt wird. Verdeutlicht wird dies auch noch durch einige bestimmte Personifikationen.

Wie schon in der ersten Strophe, dreht sich auch in der zweiten alles um den beschwerlichen Weg zu der geliebten Person. Inzwischen dürften aber schon wieder einige Stunden vergangenen sein, da bereits die Nacht über dem lyrischen Ich eingebrochen ist. Goethe setzte anschließend bewusst auf einige Metaphern und Personifikation, die die leichte Furcht des Reiters ausdrücken sollen. Die Vorfreude und die Sehnsucht nach der geliebten Person scheint aber doch größer zu sein als die Angst. Dies wird vor allem durch die Wörter „frisch“ und „fröhlich“ im sechsten Vers der zweiten Strophe unterstrichen.

Zu Beginn der dritten Strophe kommt es dann endlich zum Aufeinandertreffen zwischen dem lyrischen Ich und der anderen liebenswürdigen Person. Durch diesen ersten Kontakt lässt sich auch das Willkommen in dem Titel des Gedichts erklären. Aus den Metaphern in den Versen 2 und 3 geht hervor, dass das lyrische Ich ebenso von dem anderen Menschen wahnsinnig geliebt wird. Die Verliebtheit zwischen den beiden Personen wird auf eine emotionale Art und Weise vermittelt. In den Versen 5 und 6 wird darauf eingegangen, dass die geliebte Person sehr starke Gefühle für das lyrische Ich besitzt. Aus den letzten beiden Versen der dritten Strophe lässt sich herauslesen, dass sich bei dem lyrischen Ich aufgrund der empfangenen Liebe Zufriedenheit und Glück einstellt.

Der Autor macht nun einen kleinen Zeitsprung, so dass wir uns zu Beginn der Strophe 4 bereits am Morgen des nächsten Tages befinden. Hier wird nun genauer auf das Wort „Abschied“ aus dem Titel eingegangen. Zwischen dem verliebten Pärchen kommt es nun nämlich zur schmerzhaften Trennung. Anhand der Metapher in Vers 2 der letzten Strophe ist beinahe am eigenen Leib zu spüren, dass das lyrische Ich über den schnellen Abschied alles andere als erfreut ist. Ähnlich sieht die Gefühlswelt bei der geliebten Person aus. In den Versen 3 und 4 wird zum Ausdruck gebracht, dass es auch für sie ein Pein ist, von ihrem Geliebten Abstand nehmen zu müssen. Die Gefühle der Trauer werden beim lyrischen Ich in Strophe 5 und 6 auf einen emotionalen Höhepunkt getrieben, so dass sich bereits erste Tränen einstellen. Am Ende des Gedichts ist aber noch einmal zu erkennen, dass das lyrische Ich trotz allen widrigen Umständen glücklich ist, so viel Liebe von der geliebten Person zu empfangen.

Meines Erachtens nach wollte Johann Wolfgang von Goethe mit seinem Gedicht „Willkommen und Abschied“ zum Ausdruck bringen, dass zwei liebende Menschen auch durch ungünstige Umstände emotionell nicht voneinander zu trennen sind. In gewisser Weise geht aus dem Text auch hervor, dass die wahre Liebe stärker als jeglicher Schmerz sein muss. Goethe schafft bereits zu einem ziemlich frühen Zeitpunkt des Gedichts eine äußerst emotionale Stimmung, die eigentlich bis zum Schluss aufrecht erhalten wird.

Inhaltsangabe: Andorra – Max von Frisch

Wie bereits aus dem Titel des Romans hervorgeht, spielen sich die Ereignisse dieser Geschichte in dem fiktiven Staat Andorra ab. Dort ist unter anderem Can als Lehrer einer Schule tätig. Aus seiner kurzen Beziehung mit einer Dame aus dem faschistischen Nachbarland geht ein kleiner Junge namens Andri hervor, der bei ihm aufwächst. Vor allem weil seine Mitmenschen nicht sonderlich positiv auf die wahre Herkunft des Jungen reagieren würden, verstrickt er sich in ein Konstrukt voller Lügen. Er behauptet, dass Andri ein jüdisches Kind sei und er dieses vor den Antisemiten retten will.

In den ersten Jahren kommt zwar niemand das Geheimnis, diese Lügengeschichte zerstört den Lehrer jedoch innerlich. Dennoch reift Andri langsam zu einen jungen Burschen heran, wo er dann von seinem „Retter“ eine Tischlerlehre besorgt bekommt. Eigentlich besitzt der geschickte Jugendliche gute technische Fertigkeiten, wohl aufgrund seiner Herkunft wird er von seinem Lehrherr aber nie richtig akzeptiert. Unter anderem macht ihn sein Meister für einen instabilen Stuhl verantwortlich, der aber eigentlich von dem Gesellen des Betriebes angefertigt wurde. Andri selbst hat zwar auch einen eigenen Stuhl geleimt, dieser ist jedoch stabil. Auch nach sämtlichen vergeblichen Erklärungsversuchen bleibt der Lehrherr bei seiner Meinung, dass Andri nicht für diese Tätigkeit geeignet sei.

Schon bald dringt auch in die Bevölkerung durch, dass Andri angeblich zu wenig qualifiziert sein soll. Deren ohnehin schlechte Meinung über jüdische Menschen wird durch diese Aktion natürlich nicht besser. Langsam aber sicher fängt auch der Junge selbst an sich zu zweifeln an und übernimmt schon bald die Geisteshaltung der restlichen Menschen in dem Staat. Zu allem Überfluss wird dem gedemütigten Burschen auch noch mitgeteilt, dass er Cans Tochter Barblin nicht heiraten darf. Andri, der selbst nichts von seiner wahren Identität weiß, geht anschließend danach aus, dass dies mit seiner „jüdischen“ Herkunft zu tun hat. Auf den Gedanken, dass seine Geliebte seine Halbschwester sein könnte, kommt er nicht.

Eines Tages kommt Andris leibliche Mutter bei einem kurzen Aufenthalt in Andorra ums Leben. Eine unbekannte Person bewarf die Frau mit einen Stein, so dass diese an ihren inneren Verletzungen starb. Schnell verbreitete sich in der Gegend die Meldung, dass lediglich der Sohn des Lehrers als Attentäter in Frage käme. Wenig später hat die ganze Lügerei endlich ein Ende. Der andorranische Pfarrer teilt Andri in einem Gespräch mit, dass er in Wahrheit der Sohn von Can und der ermordeten Frau ist. Inzwischen ist er aber dermaßen davon überzeugt, dass er ein jüdischer Bürger ist, dass er dem Pfarrer vorerst keinen Glauben schenken möchte. Schon bald darauf marschieren die Faschisten in Andorra ein, um nach Juden zu suchen. Durch das Volk wird diesen brutalen Antisemitisten mitgeteilt, dass es sich bei Andri um einen solchen Menschen handeln soll. Nun packt auch seine Halbschwester Barblin die Wahrheit aus und versucht ihren Bruder in allerhöchster Not zu retten. Jedoch wird ihr kein Glauben geschenkt und sie erhält fortan den unrühmlichen Titel der „Judenhure“. Die Einmarschierten haben mit Andri kein Erbarmen und töten ihn kurze Zeit später außerhalb Andorras. Can fühlt sich an dessen Tod mitschuldig und nimmt sich deshalb in seiner Schule das Leben. Barblin bleibt zwar hingegen am Leben, sie leidet aber ihr gesamtes Leben unter psychischen Störungen.

Inhaltsangabe:Der Prozess – Franz Kafka

Normalerweise bekommt Josef  K. jeden Morgen sein Frühstück von der Köchin seiner Zimmervermieterin Frau Grubach, direkt an sein Bett geliefert. Eines Morgens wartet er jedoch vergeblich auf sein Frühstück. Als er klingelt, erscheint jedoch nicht die Köchin, sondern ein wildfremder Mann betritt sein Zimmer. Auf die Fragen, wo denn die Köchin bleibe und was er hier tue, weicht ihm dieser geschickt aus.

Josef K. will im anderen Zimmer nach der  Köchin schauen, doch wird er dort bereits von drei weiteren Herren erwartet. Auf  Nachfragen erklären sie ihm nur höflich, aber bestimmt, dass er bleiben solle, wo er sei, da er verhaftet wäre.

Sie fordern ihn auf, dass er wieder in sein Schlafgemach zurückgehen solle und sich ordentlich anzukleiden und auf den Vorgesetzen der Männer zu warten habe. Es nennt ihm zwar niemand den Grund für seine sofortige Verhaftung, dennoch wird er von zwei Wächtern ins Verhörzimmer gebracht. Dort teilt ihm der Vorgesetzte mit, dass ab sofort ein Prozess gegen ihn läuft.

Josef K. weiß nicht recht, wie er sich verhalten soll. Er hat sich doch nichts zuschulden kommen lassen. Vielleicht handelt es sich um einen Scherz seiner Bankkollegen, schließlich hat er heute seinen dreißigsten Geburtstag. Aber bevor er sich hier unvorsichtig benimmt, will er  lieber  erst einmal mitspielen, falls es sich doch um einen Scherz seiner Kollegen handeln sollte. Schon früher ist er durch unvorsichtiges Benehmen bestraft worden, das will er dieses mal lieber nicht riskieren.

Als dann der Aufseher dazu kommt, will Josef K. von diesem den Grund seiner Verhaftung wissen, doch auch dieser kann ihm den Grund sowie den Auftraggeber nicht nennen. Kurz danach verlassen die Männer wieder seine Wohnung mit der Aufforderung, dass Josef K. weiter seiner Arbeit nachgehen solle. Er kann also bis zum Prozessbeginn ein freies Leben führen. Somit denkt er nicht weiter über den bevorstehenden Prozess nach, da er sich auch keiner Schuld bewusst ist und ihm auch kein Anklagepunkt vorgeworfen wurde. Doch plötzlich erhält er einen Anruf, dass sein Gerichtstermin feststehen würde.

Am Tag der Verhandlung begibt sich Josef K. zum Gericht, welches auf einem Dachboden in einer heruntergekommenen Gegend stattfinden soll. Im Bewusstsein seiner Unschuld nimmt Josef K. die Verlautungen des Gerichts mit Humor auf und begibt sich nach einiger Zeit wieder nach Hause.

Noch immer weiß Josef K. nicht, wer ihn überhaupt beschuldigt und wessen er angeklagt sein soll. Doch eine Woche später muss Josef K. erneut vor Gericht erscheinen. Dort findet er aber in den Räumen nur einen Gerichtsdiener vor. Dieser führt ihn durch die Verwaltungsräume des Gerichtes, kann ihm aber auch nichts Näheres mitteilen.

Nunmehr beginnt er zu realisieren, dass diese Angelegenheit doch ernster ist, als er bisher vermutet hat. Darin bestärkt wird er von den vielen weiteren Angeklagten, die sich im Gang vor den Räumen der Gerichtsbeamten
aufhalten und allesamt einen recht unglücklichen Eindruck machen.

Der Onkel von Josef K. erfährt schließlich von dem bevorstehenden Prozess seines Neffen und macht sich direkt auf den Weg, um diesem zu helfen. Gemeinsam machen sie einen Termin bei dem Advokaten Dr. Huld, einem alten Bekannten von Josef K`s Onkel, aus. Dieser soll der Sache auf den Grund gehen und endlich herausfinden, wessen Josef K. überhaupt angeklagt ist und wie er sich rechtfertigen kann. Er soll Josef K. helfen, dass die Anklage gegen ihn fallen gelassen wird.

Doch auch nach Monaten gibt es keine positiven Nachrichten von Seiten des Advokaten. Josef K. wird bei jeder Nachfrage mit einer anderen Ausrede vertröstet. Schließlich entscheidet K. sich, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Trotz der Warnung seines Onkels, dass es um seine Sache recht schlecht bestellt sei, entlässt er den Advokaten und will von nun an selbst für einen raschen Abschluss des Prozesses sorgen.

Doch ein paar Tage später kommen plötzlich zwei bullige, aber höfliche Männer in die Wohnung von Josef K. und führen Josef K. zu einem Steinbruch. Ihm wird das endgültige Urteil verkündet, das unter Ausschluss des Angeklagten und der Öffentlichkeit gefällt wurde.

Josef K. unterwirft sich dem mysteriösen Urteilsspruch, obwohl er bis zuletzt nicht weiß, wessen er überhaupt beschuldigt wird. In dem Steinbruch wird er schließlich von den zwei “Schergen” erstochen. Mit den Worten: “es war, als sollte die Scham ihn überleben” endet der Roman.

Inhaltsangabe: Nathan der Weise – Lessing

Das Drama »Nathan der Weise« von Gotthold Ephraim Lessing spielt im 12. Jahrhundert, in der Zeit des Dritten Kreuzzuges in Jerusalem und handelt von dem jüdischen Kaufmann Nathan, der durch sein Handeln als Nathan der Weise bezeichnet wird sowie seinem Handeln.

Nathan ist ein tüchtiger jüdischer Geschäftsmann. Als er von einer langen Reise wieder zurückkommt, erfährt er bei seiner Ankunft, dass es bei ihm zu Hause gebrannt hat und seine Pflegetochter Recha beinahe in den Flammen umgekommen wäre. Nur durch die Hilfe und den Mut eines christlichen Tempelherrns konnte das Mädchen aus den Flammen befreit und vor dem Tod bewahrt werden. Der junge Ordensritter selbst war erst wenige Tage vorher vom muslimischen Sulaten Saladin begnadigt worden, nachdem er zuvor zum Tode verurteilt worden war. Dies hatte er nur dem Umstand zu verdanken, dass er dem verschollenen Bruder des Sultan, Assad, auf eine gewisse Weise ähnlich sieht. Die restlichen Gefangenen, alles Tempelherren,  waren alle hingerichtet worden. Recha ist der festen Überzeugung, dass sie nur der Hilfe eines Engels ihr Leben verdankt. Doch Nathan glaubt, dass es sich  bei ihrer Rettung keineswegs um ein Wunder handelt. Schließlich kann er auch Recha davon überzeugen, nicht an Engel und Wunder zu glauben.

Nathan schickt die christliche Erzieherin seiner Tochter, Daja, zu dem Tempelherrn, um diesen einzuladen und sich bei ihm für die Rettung seiner Tochter zu bedanken. Dieser lehnt jedoch zunächst ab, da er mit Juden nicht verkehren möchte. Nathan fängt den Tempelritter jedoch auf der Straße ab und überredet ihn schließlich, dank seiner hervorragenden Rhetorikkünste, doch noch, zu ihm nach Hause zu kommen und den Dank seiner Tochter entgegenzunehmen.

Praktisch zur selben Zeit denkt Sultan Saladin darüber nach, wie er endlich Frieden zwischen Christen und Muslimen schaffen könne. Da er durch leere Kassen nicht viel Geld hat, das er seinem Gegner anbieten könnte, damit dieser in einen Friedensvertrag einwilligen würde, sucht er einen Kreditgeber. Da er das nicht offen zugeben will,  lässt er Nathan unter dem Vorwand, seine Weisheit auf die Probe stellen zu wollen, in den Palast zitieren.

Dort  stellt er ihm die Frage, welche Religion Nathan denn als die “wahre” halte. Da Nathan weiß, dass eine falsche Antwort ihm den Kopf kosten könne, greift er als Antwort auf eine alte Geschichte zurück. In dieser Parabel geht es darum, dass ein Vater drei Söhne hat, von denen er nur einem einen Ring vererben kann, der in der Familie von Generation zu Generation weitervererbt wird. Da der Vater sich nicht entscheiden kann, wem er den Ring letztendlich vererben soll, lässt er von dem Ring zwei Duplikate anfertigen. Nach seinem Tod kommt natürlich heraus, dass nun jeder der Söhne einen Ring hat. Sie fangen an zu streiten, wer denn nun den richtigen Ring habe und das Erbe antreten könne. Da sie sich nicht einigen können, bitten sie einen Richter, ein Urteil zu fällen. Dieser weigert sich  jedoch mit dem Hinweis, jeder solle seinen Ring als den “wahren Ring” ansehen, denn jeder dieser Ringe spiegele die Liebe des Vaters wieder. So sei es auch mit den Religionen.

Der Sultan ist beeindruckt von der Antwort Nathans und bietet ihm nunmehr seine Freundschaft an. Nathan hingegen bietet dem Sultan das dringend benötigte Darlehen an.

Während Nathan beim Sultan ist, macht sich der Tempelherr auf den Weg, Nathan zu Hause zu besuchen. Dort trifft er jedoch nur Recha und Daja an. Die beiden verlieben sich. Der Tempelherr möchte sich zunächst jedoch nicht in eine Andersgläubige verlieben.  Vorerst zieht er sich deshalb zurück, doch er kann sich der Liebe zu Recha nicht wehren. Die beiden treffen sich öfters heimlich, bis der Tempelherr  schließlich um ihre Hand anhält. Doch Nathan ist wenig davon angetan, seine Tochter einem antijüdischem Tempelherrn zur Frau zu geben. Doch  die Gesellschafterin Daja trifft sich heimlich mit dem Ordensritter, um den beiden Verliebten zu helfen. Durch sie erfährt der Tempelherr, dass Recha nicht die leibliche Tochter von Nathan ist, sonder vielmehr die Tochter eines christlichen Ehepaares. Er sucht Rat beim Patriarchen von Jerusalem, indem er ihm eine hypothetische Frage stellt. Der Patriarch ist sich jedoch sicher, dass es in Jerusalem einen Juden gibt, der eine Adoptivtocher von christlichen Eltern habe und lässt Nachforschungen anstellen.

Bei der  Suche nach der Wahrheit kommt es zu einem Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherrn im Palast des Sultans Saladin. Dort wird entdeckt, dass Recha und der Ordensritter Geschwister sind. Nathan hat von einem Klosterbruder ein Abstammungsbuch erhalten. Der Sultan wirft einen Blick in dieses hinein und entdeckt, dass beide aus dem Samen von Assad, Saladins verschollenem Bruder, gezeugt wurden. Durch diese Feststellung werden die Verwandschaftsverhältnisse aufgedeckt: die Pflegetochter des jüdischen Kaufmanns und der christliche Tempelherr sind Geschwister, ihr Vater war der Bruder des muslemischen Sultans. Somit sind innerhalb einer Familie das Christentum, das Judentum und der Islam vereint.

Lessing zeigt durch dieses Drama den Konflikt der drei Weltreligionen, macht aber durch das Drama sowie die darin vorkommende Ringparabel deutlich, dass alle drei Religionen in einer Familie vorkommen und friedlich bestehen können. Jede Religion ist gleich, keine sollte bevorzugt werden.


Inhaltsangabe des Monats
Der Prozess
Für gewöhnlich bekommt Josef K. jeden Morgen sein Frühstück von der Köchin der Frau ...


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„Mihikiki“ am 5. August 2010
zu Der Prozess – Franz Kafka
An Ulf: Im gesamten Buch wird nicht gesagt weshalb er angeklagt wurde. Kein...
„Toni“ am 5. August 2010
zu Der Prozess – Franz Kafka
Das ist wirklich die schlechteste Inhaltsangabe die ich je gelesen habe. Wichtige...
„Ulf“ am 5. August 2010
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und warum wurde er nun angeklagt?
„blabla“ am 5. August 2010
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Es ist nicht sein Gerichtstermin, der feststeht, sondern nur eine (von...
„schinken“ am 5. August 2010
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es sind zunächst 2 Männer, nämlich die Wächter die ihn empfangen, erst in...
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